JOACHIM WITT SpecialWerkreihe BayreuthMeine erste musikalische Begegnung mit Joachim Witt war zu Zeiten der " Neuen Deutschen Welle " (NDW), und es war natürlich der " Goldene Reiter ", der mir 1996 in den Gehörgang zwirbelte. Das Lied war ganz nett; und man konnte sich in dieser Zeit, wenn man Radio hörte, der NDW kaum entziehen. Um so mehr wunderte es mich, als ich 1998 im " Metal Hammer " eine Plattenrezension über Joachim Witt las. Es ging dabei um " Bayreuth 1 ". Der " Goldene Reiter " fiel mir wieder ein, und ich wollte mehr wissen. Mein erster Weg ging in´s Internet und zwar zu amazon.de. Dort kann ich mir schnell eine CD näher anschauen bzw. reinhören. (Für mich der einfachste Weg, trotz Behinderung, umfassende Informationen zu sammeln!) Was ich da hörte, begeisterte mich so sehr, dass ich sofort bestellte. " Bayreuth 1 " hatte mit der " Neuen Deutschen Welle " nicht mehr viel gemein. Herr Witt sang zwar auch hier deutsch, dies aber in einer nie vermuteten Härte und Düsterheit, dass alles, was ich von Joachim Witt vorher kannte, mir wie Kinderlieder vorkamen. Das wohl bekannteste Stück aus " Bayreuth 1 " ist das Duett " Die Flut " zusammen mit Peter Heppner von " Wolfsheim ". Witt hat sich genremäßig nie festlegen wollen. Erste musikalische Veröffentlichungen gab es in den 1970ern; unter anderen auch als Mitglied der Rockband " Duesenberg " - ab " NDW " als Solokünstler. In den Endneunzigern wandte er sich der " Neuen Deutschen Härte " zu (Siehe auch: MEGAHERZ). Auch wenn sich Joachim Witt selbst nicht festlegt, ist eine musikalische Zuordnung, seit Veröffentlichung der " Werkreihe Bayreuth ", zur Gothic-Szene gerechtfertigt. 2000 erscheint " Bayreuth 2 ". Und auch hier gibt es für mich wieder einen unverhofften Aha-Effekt. Opener dieses Albums ist das Silly-Cover " Bataillon d'Amour ". Auch wenn ich immer behaupte, meine erste Schallplatte war die " Breaker " von Accept, so ist das nur die halbe Wahrheit. Accept war meine erste Metal-Scheibe; mein wirklich erstes Venyl dagegen, war " Bataillon d'Amour " von Silly mit der viel zu früh verstorbenen Tamara Danz (R. i. P.) . Bayreuth 3 " scließt die werkreihe ab. Auch 2006 arbeitet Joachim Witt wieder mit Silly zusammen, ein weiterer Gastmusiker ist zum Beispiel auch Tilo Wolff / Lacrimosa (Meine Empfehlung an Gothic-Fans; allen Unbedarften, Vorsicht an grauen Novembertagen, da kommt man schwer wieder raus!). " Bayreuth 3 " ist nicht nur ein dunkles, stimmungsgeladenes Album, es ist auch ein sehr politisches Album geworden. Joachim Witt weist in seinen Titeln auf gesellschaftliche Missstände hin und lässt durchblicken, in welche Richtung sein Herz schlägt.
Wenn Ihr die Cover anklickt, geht´s wieder zu amazon; dort gibt´s auch Hörproben. Und natürlich aktuelle Infos auf JOACHIMWITT.DE. |